
Mit der Einrichtung einer gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle setzen die Städte Dinslaken, Voerde und Wesel sowie der Kreis Wesel ein positives Zeichen für eine enge und zukunftsorientierte interkommunale Zusammenarbeit. Die GRÜNE Kreistagsfraktion begrüßt diesen gemeinsamen Weg ausdrücklich.
Die Begleitung von Adoptionen ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz, Erfahrung und Einfühlungsvermögen erfordert. Mit der geplanten gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle beim Jugendamt des Kreises Wesel werden die Kompetenzen der beteiligten Jugendämter künftig noch enger miteinander verknüpft. Ziel ist es, die fachliche Qualität der Adoptionsvermittlung langfristig gemeinsam zu sichern und die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg weiter zu stärken.
Die Vermittlungsstelle soll zum 1. Januar 2027 ihre Arbeit aufnehmen und unter anderem leibliche Eltern, Adoptivbewerberinnen und Adoptivbewerber sowie Adoptivfamilien beraten und begleiten. Auch die Unterstützung nach einer erfolgten Adoption gehört zu ihren Aufgaben.
Ulrike Trick, Sprecherin der Grünen Kreistagsfraktion im Ausschuss für Kinder- und Jugendhilfe, begrüßt insbesondere die gemeinsame Weiterentwicklung dieses sensiblen Aufgabenbereichs. „Bei einer Adoption stehen immer die Menschen im Mittelpunkt. Kinder, leibliche Eltern und Adoptivfamilien brauchen eine vertrauensvolle und fachlich fundierte Begleitung. Deshalb ist es ein gutes Signal, dass die beteiligten Jugendämter ihre Erfahrungen und Kompetenzen künftig noch enger zusammenführen und diesen wichtigen Aufgabenbereich gemeinsam gestalten.“
Die Zusammenarbeit baut auf den bestehenden Erfahrungen und der fachlichen Arbeit der beteiligten Jugendämter auf. Durch die gemeinsame Aufgabenwahrnehmung können Fachwissen und personelle Ressourcen gebündelt sowie einheitliche fachliche Standards dauerhaft sichergestellt werden. Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung schafft dafür einen verbindlichen Rahmen und regelt unter anderem die Finanzierung, die personellen Zuständigkeiten und den regelmäßigen fachlichen Austausch.
Für Hubert Kück, Vorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion, zeigt die Vereinbarung, welche Chancen in der Zusammenarbeit der Kommunen liegen. „Unsere Städte und Gemeinden leisten in vielen Bereichen wertvolle Arbeit. Wenn wir diese Erfahrungen zusammenbringen und Aufgaben gemeinsam gestalten, können alle Beteiligten davon profitieren. Die gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle ist dafür ein gelungenes Beispiel. Sie zeigt, wie aus guter Zusammenarbeit langfristig tragfähige Lösungen entstehen können.“
Die gemeinsame Vermittlungsstelle wird beim Jugendamt des Kreises Wesel angesiedelt und mit insgesamt zwei Fachkraftstellen ausgestattet. Die beteiligten Kommunen teilen sich die Finanzierung auf Grundlage der vereinbarten Regelungen. Regelmäßige Berichte und gemeinsame Auswertungsgespräche ermöglichen es darüber hinaus, Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Auch Celina Mara Damschen, stellvertretende Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, sieht in der Vereinbarung ein positives Signal für die zukünftige Zusammenarbeit im Kreis Wesel. „Interkommunale Zusammenarbeit bedeutet für mich, gemeinsam über den eigenen Zuständigkeitsbereich hinauszudenken und die Möglichkeiten zu nutzen, die sich durch Kooperation ergeben. Wenn wir Fachwissen, Erfahrungen und Ressourcen sinnvoll miteinander verbinden, profitieren davon nicht nur die beteiligten Kommunen, sondern vor allem die Menschen, für die wir unsere Angebote gestalten. Solche gemeinsamen Ansätze wünsche ich mir auch in weiteren Bereichen.“
Die Grüne Kreistagsfraktion sieht in der gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle einen wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung der Jugendhilfe im Kreis Wesel. Die Vereinbarung verbindet eine langfristige Sicherung fachlicher Qualität mit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen und zeigt, wie kommunale Aufgaben gemeinsam verantwortungsvoll gestaltet werden können.
