Bei der Planung, Sanierung und Unterhaltung kreiseigener Gebäude spielen zahlreiche Anforderungen eine Rolle. Dazu gehört auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels und insbesondere an zunehmende Hitzeperioden. Die anstehenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen des Kreises Wesel bieten die Möglichkeit, bestehende Maßnahmen zum Hitzeschutz gezielt weiterzuentwickeln und zusätzliche Verbesserungen sinnvoll in die Planungen einzubinden.

Welche Möglichkeiten dafür infrage kommen, hängt unter anderem vom jeweiligen Gebäudezustand, der Nutzung sowie den baulichen Gegebenheiten ab. Neben technischen und baulichen Lösungen können auch gestalterische und organisatorische Maßnahmen einen Beitrag leisten. Dazu zählen beispielsweise Verschattung, Begrünung und eine klimaangepasste Gestaltung der unmittelbaren Außenbereiche.

Hitzeschutz und Sanierungsplanung sinnvoll miteinander verbinden

Ein besonderer Schwerpunkt der Anfrage der Grünen Kreistagsfraktion liegt auf der Verbindung von Klimaanpassung und ohnehin vorgesehenen Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Dabei soll insbesondere betrachtet werden, welche zusätzlichen Verbesserungen unabhängig von größeren Baumaßnahmen umgesetzt werden können, welche sich sinnvoll mit geplanten Sanierungen verbinden lassen und wo gegebenenfalls eigenständige Investitionen erforderlich wären.

Von Bedeutung ist dabei auch, bei welchen bereits geplanten oder laufenden Vorhaben entsprechende Maßnahmen Bestandteil der Planung sind und wo sich weitere Möglichkeiten zur Ergänzung ergeben.

Eine frühzeitige Abstimmung bietet die Chance, unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll miteinander zu verbinden, Investitionen vorausschauend zu planen und spätere kostenintensive Nachrüstungen möglichst zu vermeiden. Dabei müssen sowohl die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit als auch die individuellen Anforderungen der jeweiligen Gebäude berücksichtigt werden.

Einheitliche Kriterien für zukünftige Bauvorhaben

Darüber hinaus spricht sich die Grüne Kreistagsfraktion dafür aus, Anforderungen an die Hitze- und Klimaresilienz bei zukünftigen Neubau-, Umbau- und Sanierungsvorhaben anhand einheitlicher Kriterien zu prüfen.

Ein übergeordneter und standardisierter Prüfprozess könnte die bestehenden Planungsverfahren ergänzen und dazu beitragen, geeignete Maßnahmen frühzeitig zu identifizieren, ihre Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit zu bewerten und auf das jeweilige Bauvorhaben abzustimmen.

Im Mittelpunkt steht eine langfristige und wirtschaftliche Weiterentwicklung der kreiseigenen Gebäude, die bestehende Maßnahmen und Planungen aufgreift und zusätzliche Möglichkeiten zur Verbesserung der Klima- und Hitzeresilienz berücksichtigt

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