Trockenperioden, Starkregen und zunehmende Wetterextreme stellen auch den Kreis Wesel vor neue Herausforderungen im Umgang mit Wasser. Die Kreistagsfraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben deshalb beantragt, das Thema „Grundwasser im Kreis Wesel“ auf die Tagesordnung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Klima zu setzen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie das Grundwassermanagement im Kreis Wesel zukünftig weiterentwickelt werden kann. Dabei soll insbesondere betrachtet werden, ob ein stärkerer Fokus auf das Zurückhalten von Wasser anstelle einer möglichst schnellen Ableitung sinnvoll und umsetzbar ist.

Als mögliches Beispiel soll das Wassermanagementprojekt des Landkreises Grafschaft Bentheim näher betrachtet werden. Die Kreisverwaltung wird deshalb unter anderem gebeten darzustellen, welche Herausforderungen dort bestehen, welche Ziele mit dem Projekt verfolgt werden, welche Maßnahmen vorgesehen sind und mit welchen Kosten gerechnet wird.

Von besonderem Interesse ist für uns die Frage, ob und in welcher Form die dort gewonnenen Erfahrungen auf den Kreis Wesel und den Niederrhein übertragen werden können. Darüber hinaus soll aufgezeigt werden, welche weiteren Schritte notwendig wären, um gegebenenfalls auch im Kreis Wesel ein vergleichbares Wassermanagementprojekt auf den Weg zu bringen.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich längere Trockenphasen und Starkregenereignisse zunehmend abwechseln können. Ein vorausschauendes Grundwassermanagement kann deshalb einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Verfügbarkeit von Wasser langfristig zu sichern und möglichen Nutzungskonflikten in Trockenzeiten frühzeitig zu begegnen.

Mit dem gemeinsamen Antrag möchten CDU, SPD und Grüne deshalb zunächst eine fundierte Grundlage schaffen, um mögliche weitere Schritte für ein nachhaltiges Wassermanagement im Kreis Wesel zu beraten.

Hier geht’s zum Antrag.