
Nutria kommen auch im Kreis Wesel vor. Durch ihre Fraß- und Grabaktivitäten können Ufervegetation, Röhrichtbestände und weitere sensible Lebensräume beeinträchtigt werden. Gleichzeitig können auch Uferböschungen, Dämme, Deiche und andere wasserwirtschaftliche Anlagen betroffen sein.
Damit berührt das Thema sowohl Fragen des Natur- und Umweltschutzes als auch des Deich- und Hochwasserschutzes. Entscheidend ist deshalb, einen fundierten Überblick darüber zu erhalten, wie sich die Bestände im Kreis Wesel entwickeln, welche Auswirkungen bereits bekannt sind und welche Maßnahmen derzeit ergriffen werden.
Vor diesem Hintergrund haben die Kreistagsfraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen beantragt die „Situation der Nutria im Kreis Wesel“ als eigenen Tagesordnungspunkt im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klima zu beraten. Dazu soll die Kreisverwaltung einen Bericht zur aktuellen Situation, zu bestehenden Maßnahmen und zu möglichen weiteren Handlungsmöglichkeiten vorlegen.
Von besonderem Interesse ist dabei, ob es räumliche Schwerpunkte gibt, welche Auswirkungen auf Röhrichtbestände, Ufervegetation und andere sensible Lebensräume bekannt sind und welche Erkenntnisse zu möglichen Auswirkungen auf Deiche, Dämme und Uferböschungen vorliegen.
Darüber hinaus soll dargestellt werden, welche Maßnahmen zur Beobachtung, Eindämmung und Bestandsregulierung bereits durchgeführt werden, welche Akteurinnen und Akteure dabei eingebunden sind und welche weiteren Maßnahmen aus fachlicher Sicht sinnvoll und umsetzbar sein könnten.
Der Bericht soll damit eine sachliche Grundlage schaffen, um die Situation im Kreis Wesel einzuordnen und mögliche weitere Schritte beraten zu können.
Hier geht’s zum Antrag.
